Rückmeldungen
Über den Zeitraum Oktober 2010 bis Januar 2011 wurde eine Testphase für genesis druchgeführt. Beteiligte waren:
- Caritasverband in der Diozöse Speyer
- Caritasverband in der Erzdiozöse Freiburg e.V.
- Caritasverband für die Dioszöse Rottenburg-Stuttgart
- Andere Einrichtungen (u.a. HPCA)
Das Ziel der Testphase war, den praktischen Nutzen der Software genesis für die Betroffenen direkt zu überprüfen und zu verbessern. So kann die Weiterentwicklung von genesis anhand konkreter praktischer Erfahrungen stattfinden.
Zusammenfassung
Insgesamt haben 185 Betroffene genesis getestet. In 25 Fragebögen beschrieben die Betreuer ihre jeweiligen Erfahrungen mit genesis. Den Nutzen sehen sie dabei vor allem darin, dass genesis ein gut differenziertes Spiel- und Lernangebot darstellt, mit dem sich die Betroffenen alleine sowie gemeinsam beschäftigen können.
Genesis erleichtert oder ergänzt die Arbeit in den Einrichtungen. Die Spielauswahl bietet verschiedene Therapie- und Unterrichtsmöglichkeiten. Entwicklungen auf körperlich/kognitiver Ebene sowie auf psychisch/emotionaler Ebene konnten beobachtet werden.
Die zentrale Eigenschaft von genesis – die auch in den verschiedenen Fragen immer wieder genannt wird – ist die Selbstständigkeit, die den Betroffenen durch genesis ermöglicht wird. Sie freuen sich darauf spielen zu dürfen und entwickeln mehr Motivation, Selbstbewusstsein sowie Eigenaktivität.
Von den vielen positiven Rückmeldungen aus den sozialen Einrichtungen und Eltern von Behinderten werden nachfolgend nur einige aufgelistet:
Christian
- schwere spastische Tetraparese mit Anarthrie
- Christian kann sich nicht selbst fortbewegen, seine sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten sind für Außenstehende schwer verständlich.
- Christian hat fast keine Möglichkeiten zu eigenständigem Tun und Kommunizieren
- Ansteuerung elektrischer Geräte ist nur über zwei Taster im Scanning- Verfahren möglich.
Erst über die „Genesis“-Programme erlernte Christian das Scanning-Verfahren und gewann nach vielen Jahren der Inaktivität wieder neue Motivation zur Eigenaktivität. Die Arbeit mit „Genesis“ wird auch von Mitarbeitern der Wohngruppe intensiv unterstützt.
Kerstin
- schwere spastische Tetraparese mit Athetose und Anarthrie, komplexer Herzfehler, vollständiger Unterstützungsbedarf
- nur 1 einziger Taster kann unter größten Mühen angesteuert werden
- Kerstin kann nicht lesen, schreiben, rechnen, versteht aber einfache Anweisungen, kommuniziert nur über Blickkontakt.
